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Die Sanierung hat begonnen

Die Sanierung hat begonnen

Ein Blick über die Kirchhofmauer zeigt: Die Kirche ist eingerüstet, die Mauern sind wie hinter einem Schleier verschwunden. Der Putz ist zum großen Teil abgeschlagen, um den Verlauf der Risse im oberen Bereich der Mauer sichtbar zu machen. Zutage kam ein sogenanntes Mischmauerwerk aus Feldsteinen, die noch von der Vorgängerkirche stammen, und aus Backsteinen.

Am oberen Rand der Außenmauer, parallel zum Dach, sind an allen Ecken waagerechte Bohrungen durchgeführt worden, um Stahlstangen einzubringen, die den oberen Mauerkranz stärken und zusammenhalten sollen. Die Bohrungen sind sehr knifflig. Da die Feldsteine sehr hart sind, haben sich einige Bohrer ihre Zähne ausgebissen und es musste „bissigeres“ Bohrmaterial eingesetzt werden. Auf die übliche Kühlung des Bohrens durch Wasser musste weitgehend verzichtet werden, damit kein Wasser in das Mauerwerk eindringt.

Tag des offenen Denkmals 2017

Möchten Sie die Alte Dorfkirche noch einmal in ihrem jetzigen Zustand „bewundern“? Am Tag des offenen Denkmals haben Sie die letzte Gelegenheit dazu. Denn ab Mitte September beginnen die Baummaßnahmen und die Kirche bleibt bis zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen geschlossen. Wir informieren Sie am Tag des offenen Denkmals über alle Planungen und beantworten ihre Fragen.
Übrigens: Auch das benachbarte Zehlendorfer Heimatmuseum im alten Schulhaus ist an beiden Tagen zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Benefiz-Vortrag Eckart von Hirschhausen

Lasst die Kirche im Dorf – und pflegt sie!

Liebe Zehlendorfer!

Als Kind der Paulusgemeinde habe ich gerne zusammen mit Professor Wolfgang Huber die Schirmherrschaft für die Alte Dorfkirche übernommen. Hier habe ich als Schüler viele Morgenandachten gefeiert, als Konfirmand im Chor gesungen, Konzerte erlebt und die Kirche als Ort und als Idee von einer Wertegemeinschaft ganz konkret erfahren. Diese alte Kirche hat einen „Spirit“. Man kann hier dicht gepackt Musik und festliche Gottesdienste genießen, als auch kurz dem Lärm der großen Kreuzung und der geschäftigen Welt entfliehen und für einen Moment der Stille in den seltsamen, unrunden und doch so heimeligen Bau eintreten. Es braucht für eine lebendige Kirche sichere Orte des Miteinanders, bei denen einem die Decke nicht auf den Kopf fällt. Prunkvoll war die ADK nie, aber das macht für mich gerade ihren protestantischen Charme aus.

Es tut mir in der Seele weh, zu sehen und zu wissen, wie die Substanz der Alten Dorfkirche zerbröselt, und das in einem Teil Berlins, dem es überdurchschnittlich gut geht. Wir können es uns nicht leisten, eines der Wahrzeichen des Bezirks verkommen zu lassen. Und wir können es uns sehr wohl leisten, die Kirche zu renovieren und zu erhalten für diese und kommende Generationen.

Dazu braucht es SIE, Ihre Familie, Ihre Freunde und Bekannten. Werden Sie zu Stiftern und Anstiftern von Substanz. Wenn jeder, der kann, 250 Euro gibt, und wir 250 Menschen finden, die mitmachen, dann reicht das für die erste Runde.

Und wenn die Gemeinde genug Eigenmittel zusammen gebracht hat, dann fließen auch Fördermittel aus anderen Töpfen. Dann können wir 500 Jahre Martin Luther im Jahr 2017 feiern und 2018 dann 250 Jahre ADK!

Und wenn SIE und ich mitmachen, dann brauchen wir nur noch 248 andere. Und die werden wir finden!

Als Auftakt und als Dankeschön für alle, die sich bis zu dem Datum engagieren, gibt es eine einmalige Gelegenheit: Am Himmelfahrtsdonnerstag, 25. Mai, um 11 Uhr laden die Paulusgemeinde und ich Sie zu einem Benefiz-Vortrag zu Gunsten der Sanierung der Alten Dorfkirche ein – natürlich in der Alten Dorfkirche. Thema: „Wunder wirken Wunder“ – wie Glauben, Medizin und Engagement uns an Leib und Seele gesund halten.

Dazu werde ich die besten Texte, schönsten Teile meiner Bühnenprogramme und kuriosesten Zehlendorf-Anekdoten zu einem unwiederholbaren Vortrag zusammenstellen. Nach der Veranstaltung gibt es noch die Gelegenheit sich mit dem Förderkreis, den Fachleuten und den Mitmachern und Mitstiftern auszutauschen und zu vernetzen.

Die Eintrittskarten kosten pro Platz 25 Euro. Aber das wird vielen engagierten Gemeindegliedern und Zehlendorfern wie Ihnen ja nicht reichen! Und deshalb hier das „Himmelfahrts-Alte-Dorfkirche-Retter-Paket“: Wer gleich 250 Euro pro Platz bezahlt, erhält als Dankeschön einen der besten Plätze für den Vortrag und bekommt ein handsigniertes und persönlich gewidmetes Exemplar meines aktuellen Buches „Wunder wirken Wunder“ geschenkt.

Und wer zu lange zögert – bekommt gar nichts!

Der gesamte Erlös wird, selbstverständlich als Spende mit Quittung, zur Sanierung verwendet.

Die Karten erhalten Sie im Gemeindebüro der Paulus-Kirchengemeinde, Gemeindehaus, Teltower Damm 6, an jedem Donnerstag in der Zeit zwischen 16 und 19 Uhr und beim Trödelcafé, jeden Freitag zwischen 14 und 17 Uhr.

Also – machen Sie mit, wir sehen uns an Christi Himmelfahrt und dem Kirchentag in unserer Stadt. Erzählen Sie allen, die sie für geeignet halten, die ADK zu unterstützen, von dieser Veranstaltung – auf dass die ADK aus allen Nähten platzt – und wir danach alle Löcher wieder spachteln können!

Herzlich
Eckart v. Hirschhausen

Das neue Faltblatt „Die Dorfkirche benötigt Ihre Hilfe“ wirbt um Spenden

Cover Spendenflyer

Das neue Spenden-Faltblatt

Der Förderverein Alte Dorfkirche e.V. wirbt mit seinem zum Tag des Offenen Denkmals neu erschienenen Faltblatt „Dir Dorfkirche benötigt Ihre Hilfe“ um Spenden. Im Faltblatt werden die drei Projekte „Sanierung der Kirche“, „Neugestaltung des Kirchraums“ und „Wiederherstellung und Öffnung des Kirchhofs“ vorgestellt: Die Probleme werden klar benannt und die Ziele der Projekte sowie der jeweilige Finanzierungsbedarf transparent dargestellt.

Das Faltblatt ist in der Alten Dorfkirche, in der Pauluskirche, im Gemeindebüro der Paulusgemeinde sowie beim Förderverein Alte Dorfkirche erhältlich.

Das Faltblatt zum Herunterladen: adk_spenden-flyer_09_www

Tag des Offenen Denkmals, Sonntag, 11. September: Gemeinsam Denkmale erhalten!

Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten!“ steht der diesjährige Tag des Offenen Denkmals, der alljährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltet wird. Auch die Alte Dorfkirche wird an den beiden Tagen ihre Tür öffnen. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, der Gemeinde sowohl in der Kirche als auch auf dem Kirchhof alles zu zeigen, was wir zur Vorbereitung des Jubiläums der Dorfkirche 2018 geplant haben.

„250 Jahre Alte Dorfkirche 2018“ heißt das Projekt zur Sanierung der Kirche, von dem wir in den Paulus Blättern schon mehrfach berichtet haben. Viel anschaulicher als Berichte und Fotos ist der eigene Eindruck vor Ort, zu dem nun Gelegenheit besteht. Sie können die Risse in den Mauern inspizieren und den Wildwuchs auf dem Kirchhof selbst in Augenschein nehmen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe werden Ihnen auf Ihre Fragen eine Antwort geben und die  Gutachten und Empfehlungen, die wir bislang eingeholt haben, erläutern. Und natürlich sind auch Sie mit ihren Anregungen und Ideen gefragt!

Dazu könnte das Motto „gemeinsam Denkmale erhalten“ nicht besser passen. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, die große Aufgabe der Sanierung zu stemmen. Ein ehrgeiziges Ziel besteht darin, das Geld für die Sanierung einzuwerben. Anträge an Stiftungen und öffentliche Einrichtungen wurden gestellt, aber nur gemeinsam mit der Gemeinde und ihren Mitgliedern werden wir die erforderlichen Mittel aufbringen können. Unser Spendenaufruf an die Gemeinde beginnt am Tag des Offenen Denkmals.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich zu engagieren, Sie können gezielt für das Projekt, dass ihnen am Herzen liegt, spenden, zum Beispiel eine Neupflanzung auf dem Kirchhof oder die Neugestaltung des Altarraumes. Oder aber sie können ihre Spende allgemein dem gesamten Projekt zugute kommen lassen. Ein Flyer wird die verschiedenen Möglichkeiten erläutern.

Wir freuen uns auf ihren Besuch, auf ein Gespräch bei Gebäck und einer Erfrischung. Für die Veranstaltung haben wir eigens ein Rezept kreiert: einen Keks mit Maulbeeren und Nüssen, angeregt durch die Maulbeerbäume des Kirchhofes. Ins Gespräch kommen können Sie auch mit Kara Huber. Sie ist als Expertin für Dorfkirchen im Beirat des Sanierungsprojektes und wird einen kurzen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Unser Kleinod erhalten und gestalten“ halten. Den Abschluss des Wochenendes bildet ein musikalischer Ausklang mit Orgelmusik mit Kantor Cornelius Häußermann.

Programm

  • Besichtigung der Alten Dorfkirche am
    Samstag, 10. September, 10 bis 16 Uhr
    (Von 14 bis 15 Uhr bleibt die Kirche wegen einer Trauung für Besichtigungen geschlossen. In dieser Zeit besteht Gelegenheit, das Heimatmuseum nebenan zu besichtigen.)
  • Sonntag, 11. September, Tag des Offenen Denkmals, 10 bis 16 Uhr
    15 Uhr Kurzvortrag und Diskussion „Unser Kleinod erhalten und gestalten“ mit Kara Huber
    16 Uhr musikalischer Ausklang mit Orgelmusik

Das Plakat als pdf zum Download: adk-plakat_tag-offenes-denkmal_04_www

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier – Persönliche Worte über die Alte Dorfkirche

„Die Dorfkirche in Zehlendorf steht … heute für ein Stück Einkehr im Großstadtdschungel; für die Zehlendorfer ein wenig Ruhe in der Hektik des Alltags. Für mich noch sehr viel mehr: es gibt Orte, die markieren Stationen des eigenen Lebens oder der Familie. Unsere Dorfkirche ist ein solcher Ort. Für mich verbunden mit der Erinnerung an einen Spätsommertag, als hier meine Tochter ihren ersten Schritt ins eigene Leben ging: der erste Schultag und der feierliche Beginn mit dem Einschulungsgottesdienst.“

(aus: Kara Huber [Hg.], Dorfkirchen in Berlin und ihre Hüter, Berlin, 2014, Seite 163–164)

Eckart von Hirschhausen – Persönliche Worte über die Alte Dorfkirche

„Die Kirche, die meine Jugend prägte, ist die Alte Dorfkirche in Berlin-Zehlendorf. An einer großen Straßenkreuzung der Bundesstraße 1 steht hinter alten Bäumen ein unscheinbarer Bau, der Kirche und Turm in einem ist. Der Baumeister war mit dem Geld kurz nach der Grundsteinlegung abgehauen, und so wurde diese Notlösung wie alle Provisorien sehr standhaft. Später kam noch eine große Gründerzeitkirche dazu, aber mehr Charme hat bis heute die Dorfkirche, wo man eng aufeinander rückt beim Gottesdienst, wo wir als Jugendliche Morgenandachten vor der Schule gefeiert haben, und wo wir Theater und Konzerte erlebten, weil man so schön nah dran ist an allem. In der Dorfkirche steckt mehr Geist vom Stall in Bethlehem als im Dom.“

Prominente Schirmherren gefunden

Der Förderverein Alte Dorfkirche freut sich sehr, zwei prominente Schirmherren für die Sanierung der Dorfkirche und das Jubiläum gefunden zu haben: Herzlichen Dank an Dr. Eckart von Hirschhausen und an Bischof a. D. Prof. Dr. Wolfgang Huber! Beide sind seit langer Zeit mit der Alten Dorfkirche verbunden.

Auch der Beirat zum Jubiläumsprojekt ist hochkarätig besetzt: Dr. Katja Blomberg, Stephan-Andreas Cassdorf und Kara Huber begleiten die Arbeit mit fachkundigem Rat.

Bischof a.D. Wolfgang Huber – Persönliche Worte über die Alte Dorfkirche

„Die Dorfkirche im historischen Winkel von Zehlendorf strahlt Harmonie aus. Sie lädt dazu ein, Gutes wie Schweres in Gottes Hand zu legen. Trauergottesdienste habe ich in ihr ebenso erlebt wie Taufgottes­dienste. Die ganze Fülle des Lebens findet in dem Zentralbau Platz. Vor allem aber verweist seine achteckige Form auf die Vollkommenheit Gottes. Ich kehre gern in dieser Kirche ein, sie ist ein Stück Heimat für mich.“